Veranstaltung


Prof. Dr. Thomas Ott
Keynote Referent

Laut einer Studie des ASTRA betrugen 2005 die durch Stau entstandenen volkswirtschaftlichen Kosten in der Schweiz etwa 1.5 Mia Franken. Die Staustunden auf dem Nationalstrassennetz haben zwischen 2005 und 2013 um weitere 80% zugenommen.

Stau ist also unbestritten ein Phänomen von grosser gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz. Bei der Analyse des Phänomens zeigen sich bemerkenswerte Regelmässigkeiten bei der Stauentstehung und der Stauentwicklung. Ein Verständnis dieser Gesetzmässigkeiten hilft uns, Stauentwicklungen zu beeinflussen und allenfalls Staus zu vermeiden. Ein Aspekt davon betrifft die Antizipation und Prognose von Staus.

Heute fehlt für die Schweiz ein verlässliches Stauprognosesystem, welches den Strassenbetreibern und Strassenbenützern die notwendige Unterstützung für ein zweckmässiges Verkehrsmanagement und eine sinnvolle Reiseplanung bietet. Bestehende Verkehrsinformationssysteme in der Schweiz beschränken sich weitgehend auf die Darstellung der aktuellen oder historischen Verkehrslage, welche in die Zukunft extrapoliert werden.

Diese rudimentären Prognosen können die Verkehrsund Stauentwicklung häufig nicht richtig erfassen - der Verkehr kann so lediglich reaktiv informiert bzw. gesteuert werden und Stausituationen lassen sich kaum proaktiv verhindern. Erste Szenarienstudien zeigen hingegen, das eine proaktive, d.h. prognosebasierte Steuerung des Verkehrs es in manchen Fällen erlauben würde, Verkehrsspitzen so zu brechen, dass Staus ganz verhindert oder zumindest Staustunden reduziert würden.


In den Referaten werden unterschiedliche Aspekte der Stauentstehung, -entwicklung und -prognose beleuchtet und denkbare Massnahmen und Szenarien zur Staureduktion, heute und in Zukunft, ausgelotet.


Diese kostenlose Fachveranstaltung richtet sich an Flottenbetreiber, alle Verkehrsinteressierten und vor allem alle im Verkehr tätigen Leute, welche sich über den aktuellsten Stand der Technik informieren möchten und sich aktiv am zukünftigen Meinungsprozess beteiligen wollen.